22.08.2026 –, Tojo
In unserer Veranstaltung beschäftigen wir uns mit der kriegerischen Gegenwart, versuchen Deutungsrahmen zu geben und mögliche Gegenpraxen zu skizzieren. Dabei möchten wir den Raum öffnen für Diskussion, Austausch & Vernetzung. Abschließend wird es ein paar Infos zu anstehenden Mobilisierungen geben.
Zum Sammelband "Verweigert euch!":
Der aktuelle Kampf um ökonomische Interessen und eine internationale (Neu-)Ordnung der Welt findet nicht nur in den ›heißen‹ Konfliktzonen statt. Es gibt auch Länder, die zwar nicht direkt vom Kriegsgeschehen betroffen sind, in denen die ›Logik des Krieges‹ aber dennoch so präsent ist wie lange nicht mehr. Scheinbar unaufhaltsam wird die vermeintliche Notwendigkeit einer kollektiven Kriegstüchtigkeit mit Nachdruck in die Köpfe und Institutionen eingeschrieben. Die Debatten
über Aufrüstung und Wehrpflicht bedienen sich einer Sprache und Überzeugtheit, die Gegenentwürfe schier unmöglich erscheinen lassen. Zahllose Bewegungen weltweit, die sich für eine befreite
Gesellschaft einsetzen, sind vor die Frage gestellt, wie sie sich dem Krieg und seiner Logik entziehen und weiterhin für ein würdevolles Morgen für alle streiten können. Denn es sind gerade diese Kämpfe ›von unten‹, in denen sich der Horizont eines Friedens auftut. Ein Frieden, der gegen die Verhältnisse erkämpft wird, die den Krieg erst hervorbringen.
Der Sammelband versteht sich als Beitrag zu einer größeren antimilitaristischen Suchbewegung nach Mitteln und Möglichkeiten, der Ausweitung kriegerischer Gewalt in unserer Gegenwart und den transnational verwobenen Verhältnissen dieser Gewalt etwas entgegenzusetzen.
Mit Beiträgen von: dem Kollektiv ›Aus der brennenden Hütte‹, dem Kollektiv ›∫connessioni precarie‹, Ulrike Eifler, Pauline Jäckels, Iskra Krstić, Erika Lozano, Husam Maarouf, Christoph Marischka, Katja Maurer, Luise Meier, Al-Meqdad Jameel Meqdad, Ahmed Mortaja, Beesan Nateel, dem Bündnis ›Rheinmetall Entwaffnen‹, Uta Ruppert, Raúl Sánchez Cedillo, Karen Spannenkrebs, Anna Stiede, Vanessa E. Thompson, Felix Wiegand, und Raul Zelik.
Mehr dazu auf: https://unrast-verlag.de/produkt/verweigert-euch/
Die Interventionistische Linke (IL) ist eine der größten Organisationen aus der emanzipatorischen,
undogmatischen Linken im deutschsprachigen Raum. Seit unseren Anfängen haben wir in vielen
Kämpfen mitgemischt: Von den Gipfelprotesten in Heiligendamm 2007, Dresden Nazifrei, Castor
Schottern, Blockupy, den G20-Protesten in Hamburg, Vernetzung zum feministischen Streik bis
zu aktuellen Bündnissen und Kampagnen wie Ende Gelände, Deutsche Wohnen & Co. Enteignen!,
Rheinmetall entwaffnen oder Widersetzen, überall waren und sind wir dabei – denn wir wollen in
die Gesellschaft intervenieren, statt nur mit Kritik am Rand zu stehen.
Wir wollen Teil einer radikalen Linken sein, die nicht nur gegen einzelne Zumutungen und
Grausamkeiten, sondern aktiv gegen den Kapitalismus insgesamt kämpft. Dabei immer wieder
neue Allianzen sucht, die Brüche vertieft und Chancen ergreift. Eine radikale Linke, die sich auf
den revolutionären Bruch mit dem nationalen und dem globalen Kapitalismus orientiert. Die
brechen will mit der Macht des bürgerlichen Staates und allen Formen von Unterdrückung,
Entrechtung und Diskriminierung, Kurz: Wir wollen eine neue gesellschaftliche radikale Linke, die
um politische Hegemonie ringt und Gegenmacht organisiert.
Als Frankfurter Ortsgruppe der IL haben wir uns in den letzten Jahren intensiv mit den Themen
Krieg, Aufrüstung und Militarisierung beschäftigt und unsere Praxis stark auf diesen
Themenkomplex ausgerichtet. Jüngst haben wir den Sammelband "Verweigert euch!" veröffentlich, den wir euch nun gerne vorstellen würden.
Wenn ihr mehr über die IL erfahren wollt,
besucht unsere Website: https://interventionistische-linke.org/
oder unseren Debattenblog: https://blog.interventionistische-linke.org/