20.08.2026 –, Tojo
Vortrag und Diskussion zu Nationalismus in der Schweiz, dessen materielle Grundlagen in Staat und Kapital und zur Bestimmung von Nationen als politische Gewalten der kapitalistischen Gesellschaft.
Stellen wir uns eine befreite Gesellschaft vor, eine Gesellschaft, in der es darum geht, ihren Mitgliedern ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Wenn wir diese utopische Gesellschaft unserer Gesellschaft heute gegenüberstellen, blamiert sich unsere Gesellschaft selbstverständlich und zurecht an dieser schönen Welt. Aus dieser Sicht z.B. erscheint es absurd und böse, wenn Menschen anhand von Pässen sortiert werden; wenn Menschen einander als Feinde gegenübertreten, nur weil sie an unterschiedlichen Orten auf der Erde geboren worden sind.
Weil eine andere Welt möglich ist, gehört unsere heutige brutale Welt entsorgt – eindeutig. Aber diese Welt mit ihren Grenzen hält sich eindeutig hartnäckig, und eine echte Veränderung ist ehrlicherweise nicht da. Was sind die Gründe, weswegen immer wieder dieselben Verhältnisse reproduziert werden? Was sind die tatsächlichen Kräfte, die diese Ordnung und die weltweite Ausbeutung aufrechterhalten? Was gehört da alles dazu? Und warum macht der Grossteil der Menschen immer wieder darin mit? Warum hält sich der Nationalismus so verdammt hartnäckig?
Wir, Partenza, behaupten, dass Borders and Nations die passende politische Herrschaftsform der kapitalistischen Gesellschaft sind – also auch eine ganze Wirtschaftsweise an ihr hängt. Die Abschaffung dieser Verhältnisse wird dann erreicht, wenn wir im ersten Schritt die internationale Staatenkonkurrenz und die heutige komplette Ökonomie als zusammengehörig richtig kritisieren.
Wir laden herzlich zu unserer Veranstaltung ein, bei der wir einige Ausführungen zu unserer Behauptung und unseren Fragen machen wollen, und gerne zusammen darüber diskutieren möchten.
Wir sind eine Gruppe politischer Menschen aus Thun und Umgebung. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, Menschen, die sich an ihren Lebensumständen stören, zu verbinden und uns eine gemeinsame Kritik anzueignen.