Widerständig bleiben
2026-08-21 , Infoladen Borke

Workshop des Gesundheitkollektives Bern und des AntiRep Bern zum Thema Repression und Gesundheit.


In diesen Workshop wollen wir darüber sprechen, was Repression mit uns, mit unseren Körpern und unseren Umfeldern macht und wie wir uns dagegen wehren können.
Wo immer es Staaten oder Gruppen von Menschen gibt, welche Macht behalten wollen, werden sie mit Gewalt und Repression antworten, wenn diese Macht infrage gestellt wird. Repression ist eine Taktik, um Macht zu behalten und Widerstand dagegen zu unterdrücken. Sie ist somit immer eine Reaktion auf widerständige Praxen.

Um Repression als Herrschaftsinstrument zu verstehen, werfen wir in diesem Workshop einen Blick auf ihre Absichten und die Auswirkungen.
Repression kann uns lähmen, verunsichern, überfordern, in die Ecke drängen und isolieren. Ihr Ziel ist es, eine Atmosphäre von Angst und Bedrohung zu kreieren, um Widerständigkeit zu verhindern. Uns ist es wichtig, die Wirkweise von Repression anzuerkennen: Es ist keine Schwäche, wenn Repression in uns Fuss fasst – sie ist darauf ausgerichtet.

Weiter wollen wir uns damit auseinandersetzen, was Repression in uns auslösen kann und wie wir uns dagegen wehren können: Wie kann ich erkennen, wie Repression in mir wirkt? Wie kann ich mich selber stärken? Wie kann ich eine Person in meinem Umfeld unterstützen, welche Repression erfährt / erfahren hat?

Im letzten Teil des Workshops wollen wir uns mit einigen Pflanzen vertraut machen, die uns in Momenten von Repression unterstützen können. Zum Beispiel durch ihre entspannenden, schlaffördernden, aktivierende oder immunsystemanregenden. Mit der Auseinandersetzung mit Pflanzen und der Natur wollen wir Verbindung spüren, Kraft sammeln, Widerstand aufbauen und erhalten. Wir sehen Pflanzenheilkunde als wichtiges Wissen und Werkzeug für unsere Autonomie, für die Selbstbestimmung über unsere Körper und unsere Gesundheit.

  • Ein Workshop in Zusammenarbeit des Gesundheitkollektives Bern und des AntiReps Bern

Die Gruppe AntiRep Bern beschäftigt sich mit Repression, informiert über diese und unterstützt politisch aktive Personen, welche aufgrund ihrer Tätigkeiten damit konfrontiert sind. Mit dieser Kategorisierung meinen wir Personen, welche auf emanzipatorische Art und Weise versuchen bestehende Verhältnisse zu verändern. In diesem Zusammenhang gehören insbesonder (juristische) Beratung, Informationsveranstaltungen, die Begleitung von Prozessen, die Vermittlung von Anwält*innen und die Beobachtungen von Polizeieinsätzen zum Aufgabengebiet des AntiReps Bern. Wir verstehen uns selbst als Teil einer grösseren emazipatorischen und progressiven Bewegung und streben eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückungsmechanismen an.

Das Gesundheitskollektiv (Geko) Bern behandelt Themen rund um Gesundheit und Autonomie und setzt sich damit auseinander, ein machtkritisches Verständnis von Gesundheit in unserem Handeln umzusetzen. Es besteht aus Menschen mit verschiedenen Ansätzen und Wissen im Bereich Gesundheit, Körper, Psyche und Krankheit - sowohl durch persönliche Auseinandersetzungen, wie auch durch Ausbildungen und Lohnarbeit. Uns als Kollektiv verbindet der Wunsch, gemeinsam Strukturen und Themen rund um Körper, Psyche, Gesundheit(ssysteme) und Krankheit kritisch zu hinterfragen und dabei eigene Strukturen und Alternativen aufzubauen.